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Was kostet ein Immobilienmakler?

Der Preis für die umfassenden Leistungen eines Immobilienmaklers richtet sich in der Regel sowohl nach dem Miet- oder Kaufpreis der zu vermittelnden Immobilie als auch nach der Region. Entscheidend ist in jedem Fall die verhandelte Vereinbarung, die im Maklervertrag steht – eine gesetzliche Höchstgrenze existiert nicht. Gezahlt wird in der Regel nur im Erfolgsfall.

Zunächst einmal müssen wir unterscheiden zwischen Vermietung und Verkauf, denn hier gelten gesetzlich unterschiedliche Regeln. Beim Verkauf wird die Provision als Prozentsatz des tatsächlich erzielten Verkaufspreises gezahlt und je nach Bundesland unterschiedlich zwischen dem Verkäufer und dem Käufer der Immobilie aufgeteilt:

Was Sie in welchem Bundesland zahlen

BUNDESLAND

Kosten VERKÄUFER (Prozent vom Verkaufspreis)

Kosten KÄUFER (Prozent vom Verkaufspreis)

Baden-Württemberg

3,57 %

3,57 %

Bayern

3,57 %

3,57 %

Berlin

0 %

7,14 %

Brandenburg

0 %

7,14 %

Bremen

0 %

5,95 %

Hamburg

0 %

6,25 %

Hessen

0 %

5,95 %

Mecklenburg-Vorpommern

2,38 %

3,57 %

Niedersachsen¹

3,57 % oder 0 %

3,57 % oder 4,76-5,95 %

Nordrhein-Westfalen²

3,57 %

3,57 %

Rheinland-Pfalz³

3,57 %

3,57 %

Saarland

3,57 %

3,57 %

Sachsen

3,57 %

3,57 %

Sachsen-Anhalt

3,57 %

3,57 %

Schleswig-Holstein

3,57 %

3,57 %

Thüringen ⁴

3,57 %

3,57 %

 

Fallen mit dem Maklerauftrag noch andere Kosten an?

In der Regel nicht. Bei Beauftragung müssen Sie noch nichts zahlen, denn ein Maklervertrag ist gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch kein Dienstvertrag, das heißt, der Auftraggeber schuldet dem Makler kein Entgelt für seine erbrachte Tätigkeit (§652 BGB). Somit ist die Vermittlung Ihrer Immobilie für den Makler ein Risikogeschäft, weil er ja nur im Erfolgsfall zahlt. Er wird daher alles daransetzen, passende Interessenten für Sie zu finden. Einzige Ausnahme: wenn Sie vorab mit dem Makler einen konkreten Aufwandsersatz vertraglich festlegen. Hier sind aber laut aktueller Rechtsprechung nur die tatsächlich entstandenen Kosten zu rechnen, etwa Telefon-, Fahrt- oder Kopierkosten (vgl. OLG Karlsruhe NJW-RR 2003, 1426) – nicht jedoch die Arbeitszeit des Maklers.

Weitere Tipps und Wissen zur Maklerprovision finden Sie unter à Wer bezahlt den Makler

Wie sieht es in der Vermietung aus?

Seit Einführung des à Bestellerprinzips zahlt hier der Auftraggeber (in aller Regel der Vermieter) eine Provision von zwei Monatskaltmieten. Das gilt für Wohnimmobilien. Bei Gewerbeimmobilien kann es unter Umständen andere Regelungen geben. Dazu muss aber gesagt werden, dass hier auch die Werbemaßnahmen oft umfangreicher und teurer sind – beispielsweise das Bekleben einer Schaufensterfassade o.Ä.

 


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