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Sie haben Fragen?

Immobilienkauf – was lohnt sich für mich?

Sie möchten ein Haus oder eine Wohnung kaufen? Egal, ob es um eine Kapitalanlage geht oder um das eigene Zuhause – als erstes werden Sie sich vermutlich fragen, ob sich das für Sie lohnt und was eigentlich für Sie in Frage kommt. Einen ersten Einblick gibt der folgende Artikel.

Was für eine Immobilie suche ich?

Als erstes müssen Sie definieren, was Sie eigentlich genau suchen. Ob eine Immobilie zu Ihnen passt, hängt von zahlreichen Faktoren ab:

Lage

Wenn Sie sich für eine Region entschieden haben, müssen Sie noch überlegen, ob Sie lieber zentral wohnen möchten oder idyllisch auf dem Land. Welche Faktoren sind Ihnen besonders wichtig? Müssen Kindergärten oder Schulen in der Nähe sein? Möchten Sie fußläufig einkaufen gehen? Oder reicht Ihnen eine Autobahnanbindung in der Nähe für Ihren Arbeitsweg? Solche Bedürfnisse verändern sich oft im Laufe des Lebens. Denken Sie deshalb auch an den Wiederverkaufswert Ihrer Immobilie.

Immobilie

Soll es ein Haus mit großem Garten sein oder doch eine Eigentumswohnung?

Das kommt darauf an, ob Sie vielleicht nur bei schönem Wetter draußen sitzen möchten oder ihr eigenes Obst und Gemüse anpflanzen, ob Sie lieber mit anderen Menschen zusammenwohnen möchten oder Ihre Ruhe haben wollen. Sie sollten außerdem bedenken, dass Sie bei einer Eigentumswohnung wesentlich unfreier in Ihren Entscheidungen sind, denn die Eigentümergemeinschaft entscheidet, wann saniert wird, ob am Haus etwas baulich verändert werden darf usw. Und wie werden Ihre Bedürfnisse in zehn, 15 oder 20 Jahren aussehen? Kommen Sie dann noch die Treppen in den dritten Stock hinauf? Bedenken Sie, dass die Immobilie für Sie auch dann noch finanzierbar sein muss, wenn etwa einer von zwei Partnern seine Arbeit verliert oder Ähnliches.

Altbau oder Neubau?

Diese Frage hängt von vielen Faktoren ab. Mit welchem Sanierungsbedarf können Sie leben? Sind Sie zum Beispiel handwerklich geschickt, können Sie an dieser Stelle sparen. Altbauten haben oft viel Charme, sind aber dafür nicht optimal in Schuss und energetisch fragwürdig. Bei Neubauten können Sie alles selber entscheiden, dafür gibt es auch zeitliche und finanzielle Risiken beim Bau. Außerdem werden Neubaugebiete oft als gesichtslos empfunden im Vergleich zu gewachsenen Wohnlagen.

Wie groß muss die Immobilie sein?

Auch hier stellen sich die Fragen: Was brauchen Sie wirklich? Was brauchen Sie in 15, 20 Jahren? Und was ist finanziell möglich? Eine große Immobilie klingt verlockend, macht aber auch viel Arbeit.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Das ist eine der wichtigsten Fragen beim Immobilienkauf.

Da ist zunächst einmal die Immobilie selbst: Was können Sie sich leisten? Was ist dafür am Markt zu haben? Ist noch ein Puffer für unvorhergesehene Sanierungen oder höhere Baukosten möglich? Um zu wissen, was Sie sich leisten können, sollten Sie strategisch vorgehen.

Als erstes ermitteln Sie, was Sie monatlich für ein Immobiliendarlehen ausgeben könnten. Im Anschluss überlegen Sie genau, was Sie an Eigenkapital einbringen können. Daraus errechnen Sie, in welcher Höhe Sie ein Darlehen nehmen könnten.

Außerdem müssen Sie die Kaufnebenkosten bezahlen: Das sind je nach Bundesland bis zu 13 Prozent des Kaufpreises, denn je nach Bundesland variiert die Grunderwerbssteuer. Dazu kommen noch Notarkosten und Maklerprovision.

Schließlich kommen noch die laufenden Kosten dazu: und die sind bei Eigentum etwas höher, als wenn Sie zur Miete wohnen. Darunter fallen neben Heizung, Strom, Wasser, Abfallgebühren usw. auch anfallende Sanierungsmaßnahmen, beziehungsweise bei Eigentumswohnungen die Instandhaltungsrücklage. Achten Sie darauf, dass die vorhandene Rücklage hoch genug ist, um absehbare Sanierungen zu finanzieren, sonst kommen hohe Zusatz-Zahlungen auf Sie zu. Außerdem gibt es noch die Posten Grundsteuer und Wohngebäudeversicherung. Bei Sanierungsmaßnahmen sollten Sie sich vorab nach Fördermöglichkeiten erkundigen, insbesondere bei der KfW.

Lohnt sich eine Immobilie aus Zwangsversteigerung?

Betrachtet man die Angebotspreise von Immobilien, die zwangsversteigert werden, so klingen diese äußerst verlockend. Denn die Startpreise liegen meist unterhalb des Verkehrswertes. Das müssen Sie dazu wissen:

  • Sie finden Zwangsversteigerungstermine und die zugehörigen Objekte im Internet und beim Fachverlag Argetra.
  • Sie können die Verkehrswertgutachten einsehen, häufig aber die Immobilie nicht besichtigen.
  • Sie müssen zum Versteigerungstermin etwa eine Stunde Zeit und einen Nachweis mitbringen, dass Sie zehn Prozent des Kaufpreises als Sicherheit leisten können (etwa einen Verrechnungsscheck).
  • Sie sollten vorab trotzdem eine Finanzierungszusage einer Bank haben.
  • Es kann bei einer Zwangsversteigerung Probleme mit den vorherigen Bewohnern geben, etwa, weil Sie eine Räumungsklage anstrengen müssen oder mutwillige Zerstörungen an der Immobilie.

Viele weitere Informationen zum Thema Immobilienkauf finden Sie im Bereich Finanzierung , Kaufvertrag und Makler.


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